Dienstag, 22. Oktober 2013

Physiotherapie

Seit dem 2. Oktober gehe ich zweimal wöchentlich in die Physiotherapie in der Reha-Klinik in Rheinfelden. Die sind da quasi spezialisiert auf Menschen wie mich und ich bemerkte von Anfang an die Kompetenz der Physiotherapeutin. Sie bemerkt jede kleine Schwäche meiner linken Seite und so wie es aussieht habe ich muskulär da wohl eine Menge, die jedoch meine rechte Seite kräftig zu kompensieren versucht. 

Gestern erschien ich in meiner Jogging Montur da es schönes Wetter war und ich dachte ich könnte danach ja noch nach Hause Joggen. Mein Mann meinte, denkst du nicht es ist etwas viel nach der Physio? Ich meinte ne, bis jetzt war es nie wirklich anstrengend, eher locker flockig. Dann fing sie mit den Übungen an und ich bemerkte schon bald um welche Muskelzonen es ging... Oberschenkelmuskeln, hmmmm. Skifahrübungen. Ich witzelte noch, dass es gut ist da ich diesen Winter ja wieder Skifahren gehen möchte... aber die Übungen waren recht heftig und brachten mich echt ins schwitzen, aber ich hielt durch, das andere ist ja nur Joggen dachte ich... Noch einen Schluck Wasser und dann los, auf den ersten zwei Kilometern bin ich fast gestorben, meine Oberschenkelmuskeln hatten sich irgendwie zum Streiken hingesetzt und ich schleppte mich durch Rheinfelden, auf der Strecke hielt neben mir der Bus und ich hätte einsteigen können, aber ich hatte nur Schlüssel und Handy dabei, kein Geld, kein Abo... also weiterrennen. Nicht aufgeben. nach weiteren zwei Kilometern fing es an mir gut zu gehen, die Oberschenkelmuskeln hatten ihren Streik aufgegeben und die Endorphine gesellten sich zu mir, es ging mir immer besser, jetzt kam die lange Steigung die ich dank ihnen mühelos erklomm. Nach 6.5 Kilometern dann wieder ein Einbruch auf dem letzten Kilometer wohl Kopfbedingt, ich wollte endlich zu Hause sein... Wenn ich gar nicht mehr mag fängt meine linke Seite an zu streiken, sie läuft dann zwar mit, ich habe aber das Gefühl sie gehört nicht mehr zu mir... Ein ganz eigenartiges Gefühl, den letzten Hang hinunter hab ich dewegen langsamer in Angriff genommen und den Schlussspurt auf der Bahnhofstrasse weg gelassen. Zu Hause angekommen bekam ich einen Krampf im linken Oberschenkelmuskel, Physiotherapeutin sei dank, aber wenn ich ihre Skiübungen jetzt regelmässig mache, dann sollte sie bald keine Chance mehr haben gegen meine Oberschenkelmuskeln... 
Verflixt ist nur es kommt ihr immer wieder etwas neues teuflisches in den Sinn und sie findet immer wieder eine neue Schwachstelle an meinem Körper...

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