Freitag, 27. Juni 2014

MRT Ergebnis

Ganz kurz zusammengefasst: leichter Progress. Tönt jetzt vielleicht doof, doch ich habe anhand meiner Symptome eigentlich schlimmeres erwartet... Mein Onkologe holt sich jetzt Zweitmeinungen ein unter anderem auch vom Tumorzentrum Heidelberg, auf meinen Wunsch hin, um die Optionen zu prüfen. Die Optionen hier in der Schweiz sind nicht mehr viele, andere Chemo, die aber alle nicht wirklich vielversprechend sind... und sich innerlich aufs Sterben vorbereiten, was mir schwer fällt, denn ich will das nicht! Ich will so vieles nicht was in diesen letzten Abschnitt fällt, ich will mich nicht von fremden Menschen pflegen lassen und auch nicht von Angehörigen! Ich will nicht betäubt werden mit Morphium bis ich ersticke... und all diese mitleidigen Blicke...

Ach, heute wurde mir zum ersten Mal ein Sitzplatz angeboten im Tram! So schlecht seh ich schon aus... Aber ich habe dankend angenommen, nachdem ich ja die letzten zwei Tage oft geschlafen habe, einerseits durch die Zusatzmedikamente zum MRT andererseits bin ich einfach extrem müde, heute ging es besser, bis auf meinen linken Fuss der jetzt schon nach Spaziergängen Bahnhof Kantonsspital schlapp macht (Fussheber). Im Tram auf der Rückfahrt rutschte er weg, zum Glück habe ich mich gut festgehalten. Ein Fuss auf Abwegen sozusagen, unbemerkt. Aber danach durfte ich ja sitzen...

Kommentare:

  1. Liebe Iwana, es fällt mir so schwer, die richtigen Worte zu finden.

    Bereits einige Male wollte ich einen Kommentar schreiben – und habe ihn wieder gelöscht – da er mir zu banal und hilflos vorkam.

    Ich kenne - aus bitterster Erfahrung - das Krankheitsbild Glioblastom – und kann daher die irrsinnige Achterbahn der Gefühle, der Hoffnung und die Niedergeschlagenheit sehr gut nachvollziehen.

    Ich habe vor vielen Jahren im Forum die Frage gestellt: Was machen eigentlich Glioblastom-Patienten, die keinen (liebenden) Partner eng an der Seite haben? Partner, die bis weit, weit über ihre Leistungs- und Leidensgrenze gehen?

    Genau diese Hilfe bleibt Dir versagt, da Dein Ehemann überwältigt war vom Schmerz und der Unabwendbarkeit – und in die „Sprachlosigkeit“ ging.
    Auch er hat mein ganzes Mitgefühl da ich weiß, wie unsagbar Partner mitleiden – ohne wirklich den Verlauf beeinflussen zu können.

    Liebe Iwana, Du und ich kennen die Krankheit – aber ich wünsche Dir sehnlich, dass Du den Ruf des Eisvogels noch ganz, ganz oft hörst - und nicht aufhörst nach ihm zu suchen…

    Ich bin in Gedanken bei Dir, Deinem Mann und Eurem Sohn.

    Ich umarme Dich einfach E.

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    1. liebe Kybele. Mein Mann kämpft sich hoch und ich bin stolz auf ihn! Ich hoffe sehr er findet den Weg "gesund" mit all dem um zu gehen wenn dies irgendwie geht... Unserem Sohn zuliebe. Auch ich kämpfe weiter und hoffe mit euren Rettungsseilen mich noch lange durchzuschlagen...

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  2. Hallo Iwana
    Ich wünsche dir alles Gute, du schaffst es!
    Schau mal hier rein:
    http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/nachrichten/artikel/mit-ungewoehnlichen-mitteln-gegen-das-glioblastom-2677/
    Und vielleicht auch zusätzlich Alternative
    http://www.omeopatia.santacroce.ch/de/
    Du bist so stark und zuversichtlich, du findest auch die nächste Tür, die sich auftut!

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    1. Vielen Dank Lila, ich weiss es ist eine super Klinik, doch ich möchte einfach die Wertvolle Zeit mit meiner Familie nicht vergeben und würde in der Klinik da abgeschnitten wohl vor Untätigkeit ganz unruhig werden... Bin aber immer wieder dankbar über Hinweise...

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  3. Liebe ♥Iwana♥ ... ich hoffe so sehr, dass dein linker Fuß nicht mehr schlapp macht und du weiter so leben kannst wie du es jetzt tust ... ja, so banal alles ... ganz dickes Drückerchen von Renate, die so oft an dich denkt ...

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    1. Hallo Renate
      denke auch immer wieder an dich,da du mich hier ja schon länger begleitest :) Am Anfang war nur der Blog und ich und ich schrieb und schickte die Einträge los ins Internet-All... schon spannend was sich dann so entwickelt! Danke dir Renate!

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    2. Ja, irgendwann fand ich deinen Blog und dich ... und ich freue mich über jedes Licht, besonders über dein Strahlen, liebe Iwana. Ich drück dich ♥♥

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  4. Liebe Iwana,

    mir fehlen die richtigen Worte, um nicht etwas zu sagen was hohl klingt.
    Du kennst mich und weißt wie ich das meine.

    Vor ein paar Tagen ist meine Freundin verstorben. Sie hat ihre wertvolle Zeit lieber mit ihrer Familie verbracht. So verstehe ich deinen Standpunkt.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Lagesinn sich nicht noch weiter verschlechtert.
    Und für dich, für deinen Mann und euren Sohn wünsche ich, dass dein Mann den Weg zum gesund werden mit Erfolg weiter gehen kann.

    Ich möchte dir gern viel Kraft schicken und umarme dich lieb.
    krimi

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  5. Hallo Iwana,

    aus deinem Blog lese ich heraus, dass dir die Hoffnung trotz der Krankheit nicht verloren geht, und du dich weiterhin an deinem Leben erfreust und es genießt! Ich bewundere diese Einstellung sehr, und sehe deinen Blog u.a. als eine Art Orientierungshilfe für mich mit dieser Situation, die nun auch meine Familie betrifft, umzugehen.

    Mein Stiefvater hat im März die Diagnose bekommen, wurde im April operiert und unterzog sich daraufhin der Folgebehandlung mit Chemo, Strahlentheraphie usw. Heute bekamen wir das MRT-Ergebnis. Der Tumor wächst munter weiter und die Ärzte beraten sich...

    Wir haben sehr große Angst und sind verzweifelt. Ich möchte Dir eigentlich nur dafür danken, dass in mir während dieser schlimmen Zeit durch deine Worte wieder einen Funken Hoffnung entglimmt und ich nun in der Lage bin, mir einen Überblick der Situation zu schaffen. Danke!

    Alles Gute,

    Franzi

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  6. Hallo Franzi Ich habe einmal an einem Informationstag der Deutschen Hirntumorhilfe einen Onkologen sagen hören es gebe viele Substanzen die helfen, es gelinge nicht immer die Richtige in der verbleibenden Zeit zu finden. Es ist quasi ein Wettlauf. Ich hoffe sehr ihr seit in guten Händen. Zweitmeinungen einholen ist heute oft Standart. Bei mir macht dies sogar mein Onkologe für mich, das ganze Material zu versenden an die Orte die sich auskennen. Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg (D) ist eine gute Anlaufstelle.
    Ich hoffe er hat die Kraft zu kämpfen...
    Gruss Iwana

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