Dienstag, 9. Juli 2013

Übler Fadenrest

Die haben doch tatsächlich ein Stück Faden in meinem Kopf drinnen gelassen bei meiner Naht. Gestern hat sich das Rätsel gelüftet von wo meine Schmerzen kommen. Am Wochenende zunehmende Schmerzen plötzlich am Tage, von einem Punkt ausgehend brennend sich von diesem Punkt über den Kopf verteilend. Unterwegs war es schwierig da ich ja immer Kopfbedeckungen trage. Zu Hause dann diese gleich weg und dann wurde es besser. gestern Abend im Bett liegend dann wieder das gleiche als ich auf der Stelle liege. Ich frage meinen Mann ob er einmal schauen kann und dann sieht er den Übeltäter. Bei der Nachkontrolle hat er sich noch unter einer Narbenkruste versteckt und danach ist die abgefallen und da das ganze am Hinter-Oberkopf ist, sehe ich da rein gar nichts. Jetzt habe ich morgen Termin. 10 Uhr. Mir schwant schlimmes, da ich vermute dass die "nette" Assistenzärztin die immer so ein säuerliches Gesicht gemacht hat als hätte sie es mit ekligen Patienten zu tun, einfach den Knoten abgeschnitten hat und der Faden jetzt eingewachsen ist und sich nicht so einfach rausziehen lässt. Am Kopf können sie auch nicht lokal betäuben wenn es ev. schon etwas infiziert ist, sonst verbreitet sich das, also geht das dann alles ohne Narkose... ihr seht, ich habe alle Horrorszenarien schon vor Augen. Wieder mal ein Blomben-Test wie ich dem sage... sehen ob die Zähne alle noch halten wenn man sie so stark vor Schmerz zusammenbeisst...
Wer suchet der findet heisst es beim Foto, der Faden ist blau und das rötliche ist das entzündete Gewebe, das gelbliche wird wohl Wundsekret sein dass sich gebildet hat. Mehr weiss ich morgen um 10 Uhr.

So, der Faden ist weg, ohne dass ich schreien musste. Es war zum Glück nur ein Fadenrest der da unter der Haut steckte und mich einfach fies piekste. Es musste also nicht geschnippelt werden, ach war ich froh und auch bald wieder draussen. Jetzt soll alles noch gut abheilen und die Badesaison kann auch beginnen, jedoch bei mir nur mit Kopfbedeckung.

Freitag, 5. Juli 2013

Ernährungspost 2

Mein Frühstück nähert sich langsam der Perfektion!
Ich fühle mich morgens jeweils wie Harry Potter beim Zaubertrank Mischen und freue mich dabei jeweils mit einem lächeln auf den Lippen.
Ich stelle mal alle Zutaten auf einem Bild zusammen:


Es kommen 50g gefrorene Himbeeren in die Schüssel,die ich in der Mikrowelle kurz auftaue (geht 1 Minute) , dann 125g Quark (3/4Fett) dazu, etwas Bourbon Vanille Pulver darüber streuen (ist ohne Zucker), dann am Schluss noch mit einem Löffel nach belieben Leinsamenmehl darüber geben und fertig ist mein Frühstück mit nicht mal 10g Kohlenhydraten inklusive dem Kaffee, dass es danach dann noch gibt.
Früher ohne das Leinsamenmehl hatte ich bald schon wieder Hunger, kein Sättigungsgefühl, das ist jetzt deutlich besser.


Und es schmeckt sogar den Kindern obwohl es keinen Zucker enthält... obwohl ich sagen muss mein Sohn darf sich in letzter Zeit noch einen Löffel Birkenzucker darüber streuen also eine Prise extra Magie sozusagen, da ja Kohlenhydrate für Kinder das Wichtigste sind. Er sitzt  ja auch kaum herum so wie ich. 
 Kinder in dem Alter muss man noch nicht zum Bewegen motivieren... die haben nur einen ganz kleinen inneren Schweinehund. Die Nasen und Ohren hören nicht auf mit wachsen und so muss es mit dem inneren Schweinehund auch sein.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Running Post 4

Ich glaube ich bin heute das erste Mal einem Exhibitionisten beim Joggen begegnet. Auf meinen ersten zwei Kilometer, quasi beim aufwärmen bemerkte ich von weitem eine Person die in auffälliger Kleidung und ganz kurzen Hosen da stand mit ganz dünnen Beinen und Wild abstehendem blondiertem Haar. Ich dachte, bah ist die aber Magersüchtig bis ich bemerkte dass sich ein Urinstrahl löste wobei die Person mich weiterhin mit den Augen fixierte, ich joggte weiter und mein Hirn machte sich so seine Gedanken dass eine Frau nie in dem Winkel stehend pinkeln könnte... weiter joggend und analysierend gab mir mein Hirn dann nochmal das Bild von den Beinen die zu sehr behaart waren. Dies war doch definitiv ein Mann gewesen... und weder vor mir noch nach mir kamen Menschen, noch hatte er so einen Druck drauf dass er nicht hätte warten können bis ich vorbei war... dies alles Gedanken die mich dann begleiteten und ich schlussendlich zum endgültigen Gedanken kam, dass dies wohl wirklich ein Perversling war.

Auf jeden Fall lief ich weiter und lies mir meinen Lauf nicht vermiesen. Es folgten zwei Intervalle auf der flachen Kiesstrecke Seit meinem Wicki-Einfall mit dem im Kopf mitzählen geht es ganz gut mit dem Intervall-Training und ich habe das Intervall auf 2 Minuten ausgedehnt. Dann noch kurz erholen und schon folgte die Bergetappe mit dem heutigen Ziel diese nicht zu laufen sondern zu joggen. Aber je näher sie kam desto grösser wurde mein innerer Schweinehund: Aber du hast du schon zwei Intervalle hinter dir... du möchtest doch heute nicht nach 5 Kilometern schon wieder nach Hause etc. so tönte er in meinem Kopf und dann duckte ich mich als der Berg kam und schaute nur noch auf den Boden. Beim Bergsteigen ist es ja gerade andersrum, da schreien alle ja nicht nach unten schauen immer nur nach oben schauen... und ich mache es jetzt mal andersrum, da ich die psychologischen Verzweiflungsschreie kenne: Oh ist das steil, das schaffst du nie... da die Bank und dann Pause... Kopf runter, ich will die Bank gar nicht sehen und wenn man den Kopf ganz unten hat bemerkt man keine Steigung. Und als ich oben bin könnte ich jubeln vor Freude, meine Taktik ist aufgegangen. Ich schaue mich um ob ich jetzt einen Indianer-Tanz machen soll und ein Jubellied dazu, habe aber Angst dass die dunklen Wolken dies dann missverstehen und Jogge schnell weiter. Jetzt kommt mein nächstes Ziel. Bisher hatte ich immer zwei Runden aus denen ich aber "rausgewachsen bin und die hänge ich jetzt beide heute zu einer Schlaufe zusammen. Ich laufe dann quasi nicht mehr im Kreis sondern laufe eine 8. die laut meiner heutigen Messung 8.25 Kilometer ergibt. Werde sie dann irgendwann noch auf 10 Kilometer ausdehnen, dass wäre so meine Lieblingsdistanz zum Trainieren. Aber es hat alles seine Zeit.

Ich habe im Moment immer noch bei Kilometer 5 einen "Hänger" und mein Körper möchte dann schon zu Hause sein. Ich denke er braucht noch einen Moment um zu merken dass es weiter geht. Ist spannend zu beobachten wie lange der Körper sich an eine gewohnte Distanz erinnert und wie gross unser Faultier in uns ist.
Das Ende lässt sich bei meiner Runde je nach Tagesform verlängern oder abkürzen, heute wurde es durch einen Hund fremdbestimmt. Plötzlich hörte ich ein tiefes grollen dass sich von hinten näherte ein bösartiges knurren, ich drehte mich im laufen um und es folgte ein stechender Schmerz in meinem rechten Knie unterhalb meines Kniegelenkes. Der Hund hat mir nichts getan. Er drehte um, die Besitzerin hat wahrscheinlich gar nichts mitbekommen habe sie nämlich vorher schon mit ihm gesehen und er hat sich in die Büsche geschlagen, musste wohl mal als ich dann wartete sah ich sie mit einem Hunde-Kotbeutel aus dem Gebüsch rausklettern, vorbildlich für eine betagte Dame und der Hund wollte wohl einfach für die Zeit mal eben das Gebiet absichern. Hundisch eben. Ich lief dann ganz gemütlich die letzten paar hundert Meter nach Hause da ich wohl heute mit dem Intervall Training meine Knie Arthrose schon genug gebeutelt habe. Der Schmerz ist jetzt in Ruhe weg, beim Treppensteigen spüre ich ihn noch, wohl so typischer Arthroseschmerz, aber solange ich nicht wieder einen Knieerguss bekomme ist mir der Rest egal.  

Mittwoch, 3. Juli 2013

Ernährungs Post

Ist schon erstaunlich was ich auf dem Weg zu der Kohlenhydratfreien Ernährung so alles finde. Heute war ich mit dem Zug in Aarau weil es da ein grosses Reformhaus hat. Da hingefahren bin ich wegen meiner Lieblings Stevia Schokolade die ich, ich darf es gar nicht verraten, nicht mal aus der Schweiz kommt, sondern aus Belgien. Es ist eine Zartbitter Schokolade (also schwarz) und hat auf 100g 18,7g Kohlenhydrate. Jetzt ist in einer ganzen Tafel aber nur 85g drin, also aufgerundet nur 16g Kohlenhydrate. Wenn ich eine Reihe esse von den 6 Reihen habe ich 1/6 von diesen 16g... und so weiter und so fort. Ihr seht es lohnt sich einfach nach Aarau zu fahren wegen dieser Schokolade.

Aber zurück zu meinem zusätzlichen Glücksfall dem Bild oben und da muss ich etwas ausholen...

Montag haben wir in der Familie Standard mässig unseren Omeletten Tag und Omeletten werden ja mit Mehl zubereitet und somit sind sie getränkt mit diesen verflixten Kohlenhydraten. Ich habe dann in dem Reformhaus gefragt ob sie kein "Mehlersatz" kennt ohne Kohlenhydrate und sie hat mir dann eine Ferigbackmischung gezeigt für ein Brot wo aus Leinsamenmehl, Erbsenproteinen, Flohsamenschalen und Koriander besteht, Salz und Backpulver ist auch schon dabei und ich habe das ganze zu Hause gerade mit Wasser angerührt und nach 20 Minuten dann in den Ofen geschoben, nach 50 Minuten kommt dann ein Brot raus, dass sehr dunkel ist, pro 100g nur 1,9g Kohlenhydrate hat und extrem lecker ist. Mir hat es geschmeckt und mein Sohn hat es angesehen und die Nase gerümpft, probiert und dann das ganze für gut befunden. Angesichts des Preises (8Franken50 für 450g Backmischung) musste ich dann schnell den Rest in Sicherheit bringen damit ich die nächsten Tage noch etwas habe.

Für die Omeletten werden wir es mit dem Leinsamenmehl aus entölten Leinsamen probieren, jetzt essen wir schon Abfall war der Kommentar meines Mannes als ich ihm vorlas wie das Mehl entsteht. Nämlich als Nebenprodukt bei der Leinöl-Produktion.

Morgen werde ich wohl ein wenig über mein Morgen Beeren-Quark streuen und beobachten ob es etwas länger sättigend ist.
Ist doch immer wieder gut wenn man einen solchen Regentag wie heute mit Nahrungs-Exkursen füllt... 

Samstag, 29. Juni 2013

Running Post 3

Bin meine ersten 14 Kilometer gerannt. Mit Sohnemann zu seinem Sporttag Besammelplatz gejoggt und er blieb dort und ich dann weiter am Wald entlang Richtung Rheinfelden. Dann durch Rheinfelden. Im Müller Schuhladen gab es eine Pause da ich da Sohnemannes Schuhe abladen musste die nach 3 Monaten einen Verschlussdefekt hatten, wie immer bei ihm, keine Ahnung wie er das macht dass die Schuhe immer zuerst oben beim Verschlusssystem den Geist aufgeben und da heutzutage jede Schuhmarke ein eigenes Verschlussystem hat, kann man nicht mehr einfach neue "Schuhbändel" einziehen, es ist zum Haareraufen. Aber mit der Hilfe der Schuhverkäuferin und einem zusätzlichen Besuch im Bernina Laden haben wir dann eine Lösung gefunden. Ein Vorteil wenn man in einem guten Schuhgeschäft die Schuhe kauft, die Schuhbändel gab sie mir gratis.
Dann am Rhein entlang retour joggen und als ich zu Hause ankam hatte ich sowas von Waden brennen und habe mich gefragt wieso nur, habe mit 2 Mal 5 Kilometer gerechnet, mein IPhone hat mich dann mit dem GPS eines besseren belehrt und zeigte mir 14.35 Kilometer an, jetzt war mir klar wieso meine Waden sich beklagten... so weit war ich noch nie gelaufen! Was mich zudem am meisten gefreut hat war, dass ich wieder bei meiner Vor-OP Pulsfrequenz von 146 bin. Und wenn ich jetzt weiter trainiere, sollte die ja noch weiter runter kommen. Mein Ziel wäre jetzt zweimal pro Woche die kurze Distanz von 6 Kilometer etwas schneller zu laufen und einmal pro Woche dann die lange Distanz. 
Schade einfach dass jetzt die Sommerferien vor der Tür stehen, da werde ich meine Läufe wohl auf die Nacht verlegen müssen... oder sonst nach den 5 Wochen wieder von vorne beginnen was Frust pur wäre.

Gratuliere

Heute kam mein Mann angelaufen mit ausgestreckter Hand und ich schaute ihn fragend an, gab ihm dann zögerlich meine und schaute weiter fragend, er meinte dann lachend er gratuliere mir zum 8. Hochzeitstag. Meine Augen wurden gross und ich fing an zu lachen und meinte ob er eigentlich bei der Heirat gewusst habe, dass er eine so unromantische Frau heiratet? Er meinte nur es sei ihm eigentlich recht so. Aber bei uns ist es in dieser Hinsicht schon immer so gewesen, dass ich diesen Tag oft vergessen habe, ich denke oft an diesen Tag jedoch nie genau an diesem Tag, ausser mein Mann macht mich darauf aufmerksam!

Mittwoch, 26. Juni 2013

Mini Gemüsegarten

So, Mein Sohn hat nach seinem Fest seinen Sandkasten freigegeben, mit 7.5 Jahren hat er genug im Sand gebuddelt und ich durfte den Sandkasten umfunktionieren in ein Mini Gemüse-Beet.
Ihr fragt euch jetzt sicher was das da für gespannte Fäden sind. Das sind quasi meine Hirnstützen, damit ich noch weiss was ich wo in welchem Bereich angepflanzt habe, und auch, dass ich nicht doppelt ansäe. Fällt mir immer wieder auf wenn ich am Staubsaugen bin, dass ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr weiss wo ich jetzt schon durch bin und wo nicht, also werden gewisse Bereiche dann doppelt geputzt und andere dann doch ausgelassen, ich kann mich noch so bemühen nach Schema vorzugehen, es ist einfach zu verflixt das ganze. Irgendwann löst sich das Schema einfach im Chaos auf und mein Hirn-Nirvana verlangt sein Recht, Vorallem provoziert durch den Lärm vom Staubsauger und durch den Grundriss der Wohnung.

Beim Gemüsebeet hatte ich zwar keinen Staubsaugerlärm, jedoch eine längere Zeitspanne wo ich arbeitete und wenn man ansäht sieht man ja nicht mehr wo jetzt schon Samen sind, also half diese Fadenstütze ungemein. Mein kleiner Gartenpirat hat dann abends noch wild seine Kapuzinerkressesamen gesteckt obwohl sein Kräutergarten eigentlich woanders ist, er meinte es war ja mein Sandkasten... und wo er recht hat....